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Santorini

 

GESCHICHTE

Platon erwähnte als erster die Existenz von Atlantis, wobei es sich höchst wahrscheinlich um eine Legende mit einer Dosis Wahrheit handelt. Oftmals wird die Zerstörung Thiras mit dem Untergang der mythischen Atlantis verglichen.

Um 3.000 v.Chr wurde die Insel von einem Stamm bewohnt, der diese aufgrund ihrer Form Strogguli (Rund) nannte. Der Vulkan der Insel war damals noch nicht aktiv. Der Fakt der Verwüstung Santorinis oder anderer Inseln des Mittelmeeres durch einen Vulkanausbruch zusammen mit dem Traum von der <<Perfekten Stadt>> erklären vielleicht die Legende.

Die Legende, die Platon in seinen Dialogen mit Timaio und Kritias schildert, ist eine Geschichte, die sein Ur- Urgroßvater Kritias erzählt hatte. Dieser wiederum hatte diese von seinem Vater, Dryopidas, gehört, der die Geschichte vom bekannten Gesetzesschreiber Solon kannte. Dieser Legende nach, war Atlantis ein großer Inselkontinent, dessen Bewohner eine einmalige Kultur entwickelt hatten. Diese Vormachtstellung der Könige von Atlantis beschränkte sich nicht nur auf deren Kontinent sondern breitete sich auch auf die umliegenden Inseln, Teile Lybiens, Ägyptens sowie auch Europas bis nach Norditalien, aus. .

Seit der Zeit Platons bis heute wurden viele Versuche angestellt die Legende zu erschließen und sogar das untergegangene Atlantis zu entdecken. Es haben Tausende von Nachforschungen stattgefunden und noch mehr Zeitungsartikel zu diesem Thema sind erschienen. Die Realität jedoch ist, dass Platon durch diese Legende seinen Landsmännern ein Beispiel eines perfekt organisierten Staates zeigen wollte. Dieser blühte solange und war voller Wohlstand wie die Menschen, die den Staat zusammen setzten die Gesetzte respektierten und die Götter verehrten, denen sie die Gesetzgebung zu verdanken hatten. Als die Menschen jedoch aufhörten den Gesetzen des Staates zu folgen, verfluchten sie die Götter zum Untergang.

Trotz allem kann Atlantis für jeden von uns durchaus real sein, zumindest in unserer Fantasie. Es heißt außerdem, dass Atlantis sich in der Nähe von Santorini befunden habe.

Der Vulkan der Insel tauchte vor ca. 80.000 Jahren auf. Sein erster Ausbruch war vernichtend. Außer Asche schossen aus dem Krater auch andere Elemente, die schwerer waren und sich auf der Meeresoberfläche ablagerten. Dort verbanden sie sich mit den empor tauchenden Meeresfelsen um eine kleine, runde Insel zu bilden, die einen Durchmesser von 14 oder sogar 15 km hatte.

1450 v.Chr. brach der Vulkan zum zweiten Mal aus und richtete die gleiche Zerstörung an wie beim ersten Ausbruch. Jegliches Leben auf der Insel wurde ausgerottet und große Teile von Strogguli im Meer versenkt. Über dem Meeresspiegel blieben lediglich die Kanten Insel, die wir heute Santorini, Thirasia und Aspronisi nennen.

Akrotiri gehörte zu den größten und kosmopolitischsten Häfen des Mittelmeeres während der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausendes. Dieser Hafen wurde unter einer dicken Ascheschicht begraben als der Vulkan 1.600 v.Chr erneut explodierte.

Die Insel wurde um 3200 v.Chr. bevölkert als die Kriten auftauchten. Bei archäologischen Ausgrabungen in Akrotiki wurde der Einfluss der Mykinäischen Kultur auf die Insel deutlich. Entdeckt wurde eine ganze Siedlung mit Häusern, die mit Wandmalereien verziert waren, die stark an die Wandmalereien erinnern, die im Knossospalast auf Kreta gefunden wurden.

Bevor der Vulkan seine vernichtende Aktivität begann hieß die Insel Strogulli wegen ihrer Form. 1500 v.Chr geschah dann etwas, das die Geschichte der Antiken Welt völlig verändern sollte. Nämlich der Ausbruch des Vulkans, der sich im Zentrum der Insel befand. Daraufhin wurde der größte Teil der Insel versenkt. Die Druckwelle die die Explosion ausgelöst hatte, war beinahe 100 Meter hoch und ist aller Wahrscheinlichkeit für die Vernichtung von Knossos und allgemein des Nordteils der Küste Kretas verantwortlich.
Ein kurzer historischer Rückblick:
197 v.Chr. Ausbruch des Vulkans
19 n.Chr. Ausbruch des Vulkans
46 n.Chr. Ausbruch des Vulkans
726 n.Chr. Ausbruch des Vulkans
1204 n.Chr. Der 4. Kreuzzug stellt den Beginn des Bosporusreiches dar.

1207 n.Chr. Marko Sanoudo A´ gründet das Herzogtum Naxos. Thira war der Sitz des Barons Tsiakomo Barotsi bis 1296.

1296 n.Chr. befreite der Byzantiner Likarios, Santorini sowie Amorgos, Serifos, Kea, Ios, Sifnos und Folegandros. Die Freiheit dauerte aber nur kurz an und bis zum Ende desselben Jahres kehrten die Barotsi erneut auf Santorini zurück.

Die folgenden Jahre sind von den Konflikten zwischen den hiesigen Lorden und dem Herzog von Naxos oder dem Konkurrenzkampf des letzteren mit den Türken, gezeichnet.

1570 oder 1573 n.Chr. Ausbruch des Vulkans
1579-1821 n.Chr. Türkische Besetzung
1650 n.Chr. Ausbruch des Vulkans (26.Sept. – 6. Dez)
1707 n.Chr.Ausbruch des Vulkans (23. Mai- 17. Jan)
1821 n.Chr. Santorini wird von der Türkischen Zwangsherrschaft befreit.

1866 –1870 Ausbruch des Vulkans.

1870 n.Chr. Die Archäologen Mamet und Gorceix führten einige Probenachforschungen in Akrotiri durch und fanden eine Minoische Siedlung.

1899 n.Chr. Der Archäologe Robert Zahn untersucht die Gegend Potamos (Akrotiri).

1925 n.Chr. 11. August bis 21. Mai des nächsten Jahres. Ausbruch des Vulkans.

1928 n.Chr Ausbruch des Vulkans (23. Jan – 17. März)
1930 n.Chr. Ende August –Anfang Juli 1941. Ausbruch des Vulkans.
1950 n.Chr Ausbruch des Vulkans (10. Jan– 2. Feb)
1967 n.Chr Der Wissenschaftler Marinatos beginnt die Ausgrabungen in Akrotiri und bringt eine Minoische Siedlung ans Licht des Tages.

Heutzutage kann man ruhig sagen, dass die Insel ein kleines Paradies für Besucher sowie Archäologen ist.

 

 

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