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Preveza
Es
war die Hauptsiedlung von Kassopaia, eines unabhängigen Staates
gegründet durch einen thesprotischen Stamm um das 400 v. Chr. Die
Größe der antiken Stadt, der Agora, der zwei Theater und des
Prytaneion führen zu der Behauptung, dass diese Siedlung das
kulturelle Zentrum des Stamms war. Neuere Ausgrabungen zeigen, dass
der Ort seit der Bronzezeit bewohnt war.
Bouchetion, am
Ambrakischen Golf gelegen, war der Hafen der Kolonie von Elaia,
dessen Hauptstadt Pandosia war, eine Stadt auf der Acheron Ebene. Es
war eine ziemlich große Siedlung während der ersten Hälfte des 4.
Jh. v. Chr. Jedoch, 342-43 v. Chr., als der Staat der Elaier
zerstört wurde und alle Kolonien in die Hände von Epirotes fielen,
hatte es seinen Höhepunkt erreicht und hieß „Polichnion“. Bouchetion
war eine der 70 epirotischen Städte, welche von den Römern zerstört
wurden, und nach der Gründung von Nikopolis, wurde es allmählich
verlassen. Viel später, im 9. und vielleicht im 13. und 14. Jh. v.
Chr. wurde am selben Ort eine kleinere Stadt gegründet und die alte
Festung repariert und restauriert. Die strategische Lage dieses
Ortes zeigt sich deutlicher in der Periode der Diktatoren, in
welcher er eine sehr bedeutende Rolle als Festung gespielt hat,
während der Kämpfe zwischen den byzantinischen Tyrannen von Epirus
und den Kaisern von Konstantinopel.
Die antike Stadt
Nikopolis befindet sich auf der Halbinsel von Prevesa. Die Stadt
wurde durch Octavian gegründet zur Erinnerung an seinen Sieg in der
berühmten Seeschlacht von Aktion (31 v. Chr.). Demzufolge wurden die
Einwohner der benachbarten Städte von Epirus, Levkada und Akarnanien
gezwungen sich in dieser Stadt niederzulassen.
Prevesa wurde von
vielen Völkern erobert, von den Türken, den Venezianern, den
Franzosen etc. Unter der Herrschaft von Ali Pasha und den
Venezianern erlebte Prevesa ihre Blütezeit und wurde zur Stadt
verwandelt. Beide, Venezianer und Türken, bauten mehrere Festungen,
um die Stadt vor den Eroberern zu schützen, die bis heutzutage
erhalten geblieben sind.
In
Nikopolis versammelten sich viele Intellektuelle wie der Epiktet (89
n. Chr.). Die Stadt war auch während der Byzantinischen Epoche
bewohnt. Einige römische Denkmäler aus dem 1. bis 4. Jh. n. Chr.
wurden restauriert. Das Odeon (1969-1972) die nördlichen Thermen
(1973-1974), das Nymphaion (1975), das große Theater, die römische
Mauer und die Villa von Manius Antoninus, in der bedeutende
Deckenbilder (Mosaiken) zu sehen sind (1978-1984).
Im Dezember 1802
stürzten sich die Frauen des Dorfes Souli mit ihren Kindern vom
Zalongo-Berg, um der türkischen Sklaverei zu entgehen. Eine große
Skulptur zur Ehre dieser Frauen befindet sich heute auf dem Gipfel
dieses historischen Felsen. Etwas südlicher befinden sich die
Fundamente eines Aphrodite-Tempels aus dem 4. Jh. v. Chr.
Prevesa war bis Ende
des II. Weltkrieges das Handelszentrum von Epirus. Aus diesem Grund
zog sie viele Menschen aus Epirus und den ionischen Inseln an. Die
italienische Gemeinde war ebenso sehr stark vertreten und die
Katholische Kirche, gebaut im Jahr 1568, ist bis heute gut erhalten.
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