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Patmos

 

GESCHICHTE

Die ersten Siedler von Patmos waren die Karier, die von den Ioniern abgelöst wurden. Funde auf dem Kastelli-Hügel, westlich des Hafens, beweisen, dass es hier im 4. Jh. v. Chr. eine ummauerte Stadt existierte.

In der Antike wurde hier die Gottheit Artemis und der Apollo vergöttert. Es wird behauptet, dass der Tempel der Göttin der Jagt, Artemis, an der Stelle des heutigen Klosters von Johannes der Apokalypse gestanden hat.

Der Apollo- Tempel befand sich in der Nähe des Hafens Skala. Im 1. Jh. v. Chr. war Patmos eine Kolonie von Miletus in Kleinasien gewesen. Die Insel war dicht bevölkert und hatte eine beachtliche Kultur entwickelt. Antike Tempel, ein Gymnasium sowie ein Verband der Fackelträger zeigen das wirtschaftliche Wachstum und das hohe Kulturniveau jener Zeit.

Die Insel wurde 1981 durch ein neues Gesetz heilig gesprochen. Das Kloster untersteht dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel, das 1988 große Feierlichkeiten zum 900sten Jubiläum seit der Gründung des Klosters von Johannes dem Evangelisten veranstaltet hat. 1995 wurde das 1900ste Jubiläum seit der Verfassung der Apokalypse gefeiert.

Die bedeutendste Seite in der Geschichte der Insel wurde 95 n. Chr. geschrieben, als der Evangelist Johannes von Ephessus nach Patmos verbannt wurde. Während seinem Aufenthalt hier schrieb er die Visionen der Apokalypse nieder. Seitdem war und ist Patmos ein heiliger Ort für alle Christen der Welt.

1088 erbaute der Hl. Christodulos mit Hilfe des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komninos das Kloster Agios Ioannis an der Stelle, wo einst der Tempel der Artemis gestanden hatte.

Jahre später gestattete das Kloster, dem die ganze Insel gehörte, dass unterhalb der Klostermauern Häuser gebaut werden durften. So entstand allmählich Chora. Das Kloster stand für die darauffolgenden Jahre im Mittelpunkt des sozialen Lebens und des wirtschaftlichen Wachstums der Insel.

Vom 16. bis 19. Jh. erlebte die Insel durch Handel und Schifffahrt erneut eine gewisse Blüte.


 

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