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Kos
Nach
dem Fall des minoischen Kreta, fielen die Achäer in Kos ein. Laut
Homer, spielte Kos zusammen mit Nissyros, Karpathos und Kalymnos
eine bedeutende Rolle beim trojanischen Krieg. Nach dem Fall von
Troja, setzte sich Podarios, Sohn des Gottes Asklepios, auf der
Insel nieder. Podarios gründete die Familie der
Asklipidai,
von der Hippokrates, der Vater der Medizin, ihr 18. Nachfolger war.
Das Asklepieion liegt etwa 4 km südwestlich der Hauptstadt von Kos.
Die Anlage besteht aus drei aufeinanderfolgenden Terrassen, die
miteinander durch breite imposante Freitreppen verbunden sind. Auf
der ersten Terrasse sind die Überreste eines kleinen Tempels und
eines Brunnens zu sehen. Auf der zweiten Terrasse liegt der Altar
des Asklepios und der Asklepiostempel. Östlich davon liegen die
Ruinen des Apollotempels. Auf der letzten Ebene befinden sich die
Fundamente und Säulen des Asklepiostempels in dorischer Ordnung. Der
Gott Asklepius war der Sohn des Gottes Apollo und Koronis. Der
Kentaur Chiron brachte dem Gott Asklepius, laut Mythologie, die
Heilkunst bei. Er wurde als Gott der Medizin bekannt und die
Menschen waren der Glaube, dass er sowohl Menschen, als auch Götter
heilen konnte. Die Asklepieia waren in der Antike heilige
Krankenhäuserstätten und das Asklepieion von Kos war zu jener Zeit
das beste und das berühmteste von allen. Heutzutage ist Kos eine der
interessantesten archäologischen Stätte Griechenlands, auch für
diejenigen, die nicht unbedingt zu den Liebhabern von Archäologie
gehören.
Kos, die Insel des Hippokrates, ist ein riesiger Garten. Die
Kos-Stadt ist entlang einer langen, weiten Bucht erbaut und
beeindruckt jeden Besucher gleich beim ersten Blick. Sie können die
Ritterfestung besuchen, eine imposante mittelalterliche Konstruktion
und den Eleftherias-Platz mit der riesigen Platane, unter deren
Schatten der Vater der Medizin, Hippokrates, seine Schüler
unterrichtet haben soll. Man kann außerdem römische Häuser mit
wunderschönen Mosaikböden besichtigen, frühchristliche Basilikas,
sowie das Archäologische Museum, mit der berühmten Hippokrates -Statue
(4.Jh.v.Chr.) und anderen faszinierenden Sammlungen hellenistischer
und römischer Zeit. Die Platane des Hippokrates ist wohl der älteste
Baum Europas: sein Stamm hat einen Umfang von ca. 12 Metern. Neben
dieser Platane liegt ein antiker Sarkophag, der während der
türkischen Herrschaft als Waschtrog für die Moschee gedient hat.
Erwähnenswert sind ebenfalls der dorische Tempel von Venus, die
römische Musikschule, sowie obengenannte Ritterfestung oder Kastell
(1450-1478), die von dem Ritterorden des Hl. Johannes auf den Ruinen
einer antiken Mauer errichtet wurde.
Das Kastell beherbergt eine kleine Skulpturensammlung aus der
klassischen Periode, sowie Marmorinschriften aus hellenistischer,
römischer, byzantinischer und frühchristlicher Zeit.
Im
11. Jh. v. Chr. wurde Kos von den Dorern besetzt, die die Achäer
vertrieben haben. Im 7. Jh. v. Chr. hat Kos sich mit Knidos und
Halikarnass in Kleinasien, Rhodos, Kalymnos und Nissyros zur
sogenannten Dorischen Hexapolis (Sechs-Städte-Bund)
zusammengeschlossen, einem föderativen Bündnis mit politischer,
wirtschaftlicher und religiöser Zielsetzung. Gegen Ende des 6. Jh.
unterjochten die Perser unter dem König Darius die Insel von Kos.
479 v.Chr. wurde die Insel von der griechischen Armee befreit, die
an der Schacht von Salamis die Perser besiegt hatte.
Während der Peloponnesischen Kriege (431-404 v.Chr.) trat Kos dem
Attischen Seebund bei. Das hatte eine negative Auswirkung auf die
Insel, als der Spartaner Astochos die Insel um 411 v.Chr. besetzt
hatte. Nach dem Abkommen mit Sparta, im Jahre 394 v.Chr., trat Kos
wieder dem Attischen Seebund bei. Unter dem Einfluss von Athen
beginnt eine glanzvolle Periode für Kos, die sowohl auf die
demokratischen Grundstrukturen der Insel, als auch auf das
Ausbildungs- und Kulturniveau zurückzuführen ist. Diese
Aufwärtsentwicklung dauerte bis 358 v.Chr. an, als der König von
Halikarnass, Mansolos, die Insel eroberte.
334 v.Chr. verbündete sich die Insel mit den Makedonen und dem
Alexander den Großen.
Nach
82 v.Chr. wurde Kos Teil des Oströmischen Kaiserreiches und ihre
Bewohner genossen bestimmte Verwaltungsprivilegien. Unter Augustus
verlor Kos allerdings all diesen Privilegien und erlebte eine Zeit
der Stagnation. Ein furchtbares Erdbeben erschütterte die Insel im
Jahre 27 v.Chr.
Während der byzantinischen Zeit erlebte Kos erneut eine glanzvolle
Periode. Wegen ihrer geographischen Lage fiel die Insel oftmals
Opfer fanatischer Araber und Türken. 1204 n.Chr. wurde Kos von den
Venezianern besetzt. 1457 wurde die Insel von der mächtigen
türkischen Armee geplündert. Diese Situation hatte eine kurze Dauer
dank der Hilfe, die von den Alliierten kam. Nach wiederholten
Angriffen wurde Kos schließlich von den Türken erobert.
Unter
dem türkischen Joch hörten die Koer mit ihrem heroischen Widerstand
nie auf.
Am 5. Mai 1912 griffen die italienischen Truppen die Insel an und
trieben die Türken aus. 1934 wurde 80% der Insel durch ein Erdbeben
zerstört. 1943 folgte die deutsche Kapitulation der Insel. 1945
übernahmen die Engländer die Macht auf der Insel.
Am 7. März 1948 übernimmt Griechenland die Verwaltung der Dodekanes,
einschließlich der Insel Kos.
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