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Kithira

 

Geschichte

Die Insel Kithira ist schon seit der Antike als die Insel Aphrodites bekannt. Zu Beginn des zweiten Jahrtausends nannte sie sich zum Beispiel Porfyroussa . Da sie jedoch keine natürlichen Häfen besaß, konnte die Insel keine politische Bedeutung haben.

Die Insel wurde von den Spartanern als Vorgefängnis gebraucht und wurde den Athenern (424 v.Chr) während des Peloponnesischen Krieges unterworfen. Nach dem vierten Kreuzzug (1204) wurde die Insel mehrmals überfallen und 1537 wurden die Einwohner der Insel als Sklaven verkauft. 1717 eroberten die Venezianer Kithira. Seit dem geht Kithira in die Geschichte ein.

Kithira wurde von den Minoiten besiedelt und geriet später in die Hände der Athener. Sie wurde ebenfalls von Römern, Byzantinern, Venezianern und Türken beherrscht und von Barbarenüberfällen ausgeplündert. 1571, als die bekannte Schlacht von Nafpaktos zwischen den westlichen Alliierten und den Türken statt fand, verringerte sich die Einwohnerzahl drastisch wegen der ständigen Kriege zwischen Venezianern und Türken.

Als der Krieg zu Ende war, übernahmen die Venezianer die Neuorganisation und Stärkung der Insel, da diese eine strategisch wichtige Rolle spielte.

Während der Antike stellte die Insel eine Station für Reisende nach Ägypten und Lybien dar. Aus diesem Grund war Kithira auch ständig ein Streitgrund für die Spartaner sowie die Athener, die beide die Insel unter ihre Kontrolle bringen wollten. Die Insel wechselte auch tatsächlich von Zeit zu Zeit, vom Peloponnesischen Krieg bis 300 v.Chr., Hände. Die Nachbarschaft mit Sparta gab den Athenern die Möglichkeit leichter Überfälle auf Sparta zu starten. Die Vorherrschaft der Spartaner über die Insel bot den Einwohnern Spartas wieder herum Schutz für deren Stadt.

Im 17. Jht. als viele der venezianischen Siedlungen in die Hände der Türken verfielen, nutzten zahlreiche Flüchtlinge aus Peloponnes und Kreta die Insel als Unterschlupf.

1714 während eines Krieges zwischen Venezianern und Türken, wurde die Festung Kapsali nach Abschließung verschiedener Verträge vom venezianischen Offizier Markelli an die Türken übergeben.

1718 forderten die Venezianer erneut Kythira. Dies war die einzige Zeitperiode während der die Insel unter der Türkischen Machtherrschaft litt. Jedoch im 18.Jht geriet die Insel erneut unter die Kontrolle der Venezianer und kam zu einer wahren Blüte. Die Periode der Vormacht der Venezianer wurde 1797 mit einem Vertrag beendet, der vorsah, dass die Eptanisa (Siebeninseln) Frankreich zugesprochen würden. Frankreich war wieder herum gerade demokratisiert worden und bot somit Hoffnung für die Einwohner der Inseln.

1798 zwangen die Russisch-Türkischen Seemächte die Franzosen dazu, die Insel abzugeben, die bis zu der Gründung des Eptanisiotischen oder auch Ionischen Staates um 1800 unter blutigen Schlachten litt. Der Staat und das Grundgesetz von 1803 waren die ersten Anzeichen der Griechischen Aufklärung und Unabhängigkeit, die schließlich 1821 mit der Griechischen Revolution erreicht wurde. Die zweite Französische Besetzung 1807-1809 zerstörte alle Hoffnungen auf Unabhängigkeit während der Ionische Staat, der im November 1815 entstanden war, auf der Pariser Konferenz zur Englischen Kolonie umgetauft wurde.

Die Bewohner der Insel versuchten sich von den Engländern zu befreien und sich mit Griechenland zu verbünden. Dieser Zusammenschluss geschah tatsächlich 1864, als die Ionischen Inseln König Georg als Mitgift gegeben wurden.

Die Hauptstadt wurde gänzlich 1537 von Barbarossa zerstört. 1717 wurde sie erneut von den Venezianern aufgebaut und 1864 mit dem Griechischen Staat vereint.


 

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