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Kastoria

 

Geschichte

Kastoria ist eine der wichtigsten Städte Mazedoniens mit einer langen Geschichte, die sich nicht im Laufe der Zeit verblasst hat. Die Spuren menschlicher Besiedlung in der Gegend von Kastoria lassen sich bis in prähistorische Zeiten zurückverfolgen. Systematische archäologische Forschungen ergaben, dass die erste Besiedlung am See von Kastoria bereits 5000 v.Chr. erfolgt war. Die Ausgrabungsarbeiten brachten eine Reihe von archäologischen Funden zutage, wie z.B. Werkzeuge aus Stein, die die kulturelle Entwicklung der Gegend im Laufe der Jahrhunderte sehr gut veranschaulichen.
Während der byzantinischen Epoche hatte Kastoria viele Könige empfangen und sich zu einem Zentrum der Kunst und des Adels entwickelt.

Kastoria verdankt ihren Namen dem mazedonischen Helden der Mythologie Kastor, Sohn des Zeus. Die geografische Region, zu der Kastoria gehört, ist mit dem alten Orestiada gleichzusetzen. Dieser Staat war ein mazedonisches Königreich, dessen Einwohner Orestes hießen und dessen Hauptstadt Argos Orestikon war. Von hier aus begannen die mazedonischen Könige ihre Feldzüge, um die benachbarten Länder unter ihrer Herrschaft zu vereinen und schließlich daraus das große Mazedonische Reich zu bilden. Hauptstadt dieses großen mazedonischen Reiches war zuerst Aige (Vergina) und später Pella. Während der Römischer Periode hatte die Stadt Kastoria das gleiche Schicksal wie die übrigen mazedonischen Städte. In der byzantinischen Epoche hat sie viel Ruhm und Glanz errungen. An vielen Orten der Stadt kann man noch bis heute die Spuren der alten Stadtmauer erkennen, die in der Zeit von Ioustinianus gebaut wurde, um die Stadt vor barbarischen Angriffen zu schützen.

Die Ruinen der byzantinischen Mauer führt uns dazu zu behaupten, dass in jener Zeit der Wasserspiegel des Sees in der Höhe der heutigen modernen Stadt sich befunden hat. Die Akropolis lag damals an der höchsten Stelle, wo heutzutage das Wasserwerk der Stadt sich befindet. Es ist offenkundig, dass während der byzantinischen Epoche viele der Einwohner außerhalb der Stadtmauer wohnten, auf dem Hügel, wo bis heute viele Kirchen gut erhalten geblieben sind.

In der spätbyzantinischen Epoche wurden in Kastoria viele Wohltäter und bedeutende Lehrer der griechischen Nation geboren. Kastoria hatte an der Revolution von 1821 mit ihrem eigenen Volk teilgenommen. Im 19. Jh. Hatte Kastoria an der Revolution gegen die Türken teilgenommen und spielte eine bedeutende Rolle beim mazedonischen Kampf gegen die Türken und Bulgaren. 1912 hatte sich Kastoria dem griechischen Staat angeschlossen.
Heutzutage verfügt Kastoria über 35.000 Einwohner. Es ist eine Stadt, die ihren griechischen Charakter und ihre Traditionen über all die Jahre hindurch bewahrt hat.

Es ist eine große Herausforderung für jeden Besucher, die über 40 byzantinischen Kirchen und die zahlreichen mazedonischen, neuklassischen Häuser der Stadt zu besichtigen. Man begegnet Kirchen fast überall in der Stadt. Mittels Inschriften schließt man daraus, dass die Kirchen entweder von Bürgern gebaut wurden, die ihre meiste Zeit im Ausland verbracht haben oder von Lords im Exil oder von einer Gruppe Nachbarn oder schließlich von Mitgliedern einer Zunft.
 

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