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Kastellorizo
Die
Insel hieß in antiken Zeiten Megisti. Es gibt zwei Theorien über die
Herkunft dieses Namens. Nach der einen wurde die Insel nach einer
Person benannt, die Meges hieß. Nach der zweiten Theorie nannte man
die Insel so, weil sie die größte dieser (Megisti –Größte)
Inselgruppe ist.
Bei Vigla kann man die Überreste der zyklopischen Festungsmauern aus
der mykenischen Periode sehen. 1913 wurde ein Sarkophag in der Agios
Georgios – Ebene gefunden, in dem eine goldene Krone, verziert mit
Weinblättern und Trauben aufbewahrt war. Dieses Werk ist von großer
künstlerischen Bedeutung und ist heute im Archäologischen Museum in
Athen zu sehen. N. Kyparissis, Antiquitäteninspektor, der 22
geplünderte Gräber in der Nähe der gefundenen Krone identifiziert
hatte, behauptet, dass die Krone aus dem 4. Jh. stammt.
Auf der winzigen Insel Ro, die zu der Kastellorizo- Gruppe gehört,
fand man ein Grab aus dem 11. Jh. zusammen mit anderen Objekten aus
dem 4. Jh. n. Chr.
Zu jener Zeit erlebte die Insel eine große Blüte, verfügte über
eigenen Münzen, die allerdings in Rhodos geprägt wurden.
1306
fiel die Insel an die Ritter des Johanniterordens, die sie als Exil
benutzten. 1440 wurde Kastellorizo vom Sultan von Ägypten und 1450
von Alfons I. von Aragonien, König von Neapel, erobert. Die lange
Zeit der türkischen Herrschaft begann 1512 und endete 1920, als sich
die Italiener zu Herren der Insel machten. Damals begann auch die
große Auswanderungsbewegung.
Im 1. Weltkrieg wurde Kastellorizo beschossen. Die Bombardierungen
im 2. Weltkrieg und die Zerstörungen durch Brände führten zu einem
weiteren Bevölkerungsschwund.
Die
Ritter des Johanniterordens bauten im 14. Jh. auf einem Hügel aus
rotem Fels eine Burg, die rote Burg hieß. Der moderne Name der Insel
ist davon abgeleitet (Castello Rosso- Kastellorizo). Diese Burg
befindet sich im Hauptort der Insel. Im Hintergrund sieht man am
Berghang einen weißen Weg, der im Zickzack ansteigt und zu dem
Kloster von Ai Giorgi führt. Östlich liegt ein zweiter Hafen namens
Mandraki, und darüber auf einem Plateau die berühmte Kirche Agios
Konstantinos, die im Jahr 1833 erbaute Kathedrale. Ihr Dach wird von
12 Granitsäulen getragen, die aus dem Tempel des Apollo in Tatara im
gegenüberliegenden Lykien herbeigeschafft wurden.
Das Archäologische Museum ist in einer Bastion der Festung der
Ritter untergebracht. Ganz in der Nähe des Museums befindet sich ein
lykisches Grab aus dem 4. Jh.
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