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Kalymnos
Laut
Mythologie hatte der Gott Uranus zusammen mit der Göttin Gäia viele
Kinder gehabt: Das waren die Titanen, die Giganten, die Kyklopen und
die Hunderthänder. Weil Uranus befürchtete, dass einer seiner Söhne
sein Thron im Auge haben könnte, warf er alle in Tartara weg, in den
tiefsten Teil der Unterwelt. Einer seiner Söhne, Kalydnos, fiel auf
einen Erdteil, aus dem später die Inselgruppe „die Inseln von
Kalydnos“ gebildet wurden.
Die Insel von Kalymnos ist bergig und felsig. Zwischen den kahlen
Bergen befinden sich zwei kleine Täler, in denen Zitrusfrüchte
gedeihen.
Die ersten Ansiedler waren die Karer, die Leleges und die Pelasger.
Homer berichtet, dass Kalymnos zwei ihrer Könige und 30 Schiffe nach
Troja gesendet hat. Nach dem Ende des Trojanischen Krieges kamen die
Achäer und gründeten eine Stadt namens Argos. Später trafen die
Dorer ein, die mit den Einheimischen ein harmonisches Leben führten.
Im 5. Jh. eroberte die Königin Artemissia aus Halikarnass in
Kleinasien, eine Verbündete der Perser, die Insel. Nach den
Perserkriegen gehörte Kalymnos zum attischen Seebund. Anschließend
wurde es von dem benachbarten Kos abhängig. Später besetzten die
Römer die Insel und plünderten alle Kunstschätze von Kalymnos.
Während der byzantinischen Periode (330-1204 n.Chr.) litt die Insel
unter ständigen Piratenangriffen. Das große Erdbeben von 535 n. Chr.,
das 14 Tage lang angedauert hatte, veränderte die Form von Kalymnos.
Die alte Hauptstadt Kellaris sank ins Meer herunter und Telendos
trennte sich von Kalymnos ab.
Die Ritter des Johanniterordens machten sich 1306 zu Herren der
Insel und setzten hohe Steuern durch. Der furchterregende Türke
Hamza besetzte 1495 die Insel, plünderte sie und massakrierte ihre
Einwohner. Die Insel wurde erneut im Jahre 1523 von den Türken
besetzt, die bis 1912 auf der Insel blieben. Die Insulaner nahmen
zwar an der griechischen Revolution von 1821 teil, doch im Londoner
Protokoll von 1830 wurde die Insel vom übrigen Griechenland
ausgeklammert. 1912 wurde die Insel von den Italienern besetzt. Im
Jahre 1948 wurde schließlich Kalymnos mit Griechenland vereinigt.
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