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Ioannina
  
Die ersten schriftlichen Zeugnisse über Ioannina gehen auf das Jahr
1020 zurück. Die Stadt und Umgebung wurden vermutlich nach dem
Kloster vom Heiligen Johannes (Agios Ioannis) den Baptisten benannt,
das innerhalb der Burg lag. Bohemundus, der älteste Sohn von Robert
Giscard eroberte die Stadt im 11. Jh. Ioannina gewann jedoch an
Bedeutung erst seit dem Zufluss von Flüchtlingen aus Konstantinopel
und Morea 1205 und nach ihrer darauffolgenden Ummauerung von Michael
I. Angelos. Zwischen 1284 und 1307 wurde die Stadt Erzbischofssitz.
1345 wurde Ioannina von dem Serben Stephan Dusan erobert, der ein
Jahr danach zum Kaiser von Serbien und Griechenland proklamiert
wurde. 1431 besetzte die Armee des Sultans Muhrad II die Stadt. 1618
nach einem erfolglosen Aufstandsversuch angestiftet vom Bischof
Dionysos „Skylosophos“, wurden die Christen aus der Burg vertrieben
und ihre Kirchen zerstört. Im Jahre 1666 war jedoch die Stadt sehr
reich und dichtbewohnt.
Ihre Glanzzeit erlebte Ioannina während der Herrschaft Ali Paschas
(geboren in einem albanischen Dorf von Tepeleni), ein brillanter
aber zugleich hinterlistiger und boshafter Abenteurer, der den
Sultan von der Türkei abwechselnd bekämpft und gedient hatte. Weil
er den Türken im Krieg gegen Österreich 1741 geholfen hatte, ist er
zum Pascha von Trikala im Jahr 1788 aufgerufen worden. Im gleichen
Jahr, plünderte er Ioannina (damals eine Stadt von 35.000
Einwohnern) und setzte dort seine Hauptquartiere. 1797 verbündete
sich mit Napoleon, jedoch, ein Jahr danach eroberte er Prevesa, die
unter der Herrschaft der Franzosen lag. 1803 unterwarf er die
Soulioten. 1817 schloss er eine Allianz mit den Briten, die ihm
Parga überließen. Der Sultan entschoss sich dann diesen frechen
Rebellen zu beseitigen. Ali wurde in Ioannina nach einer Belagerung
festgenommen und 1822 exekutiert. Zwei Jahre vor seinem Tod, und
nachdem die Stadt von Ismail Pascha belagert wurde, hat er sie in
Brand gesetzt. Im Kongress von Berlin (1878) wurde Epirus dem
Griechischen Staat zugestimmt aber die Region blieb in türkischen
Händen für noch 35 Jahre. Am 21. Februar 1913 endete die Herrschaft
der Türken mit dem siegreichen Einmarsch der griechischen Armee in
Ioannina.
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