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Ioannina
Die
Stadt Ioannina ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur,
Verwaltungszentrum von Epirus, Erzbischofssitz und Sitz der
Armeehauptquartiere. Sie liegt am westlichen Ufer des Pamvotis-Sees,
am Rande einer 475 m hoch gelegenen von den steilen Mitsikeli Bergen
eingerahmten Ebene. Sie ist eine geschäftige und gastfreundliche
Stadt. Der größte Teil der Einwohner beschäftigt sich mit dem Anbau
von Tabak und Getreide, sowie mit der Silberschmiede, eine
jahrhundertlange Tradition, die bis heute noch fortgesetzt wird.
Östlich und südöstlich der Stadt erheben sich die höchsten Gipfel
der Pindus- Gebirgskette. Das Klima der Region ist kontinental mit
heißen Sommern und langanhaltender eiskalter Winterzeit. Der
Flughafen von Ioannina verbindet die Stadt mit Athen und
Thessaloniki.
Die Stadt war wegen ihren Schulen bekannt, die von Michael
Philanthropinos (1682-1758), Leondati Giouma (1675-1725) und
Meletios (1690), später Bischof von Athen, ein beachtlicher
Historiker und Geograph, gegründet wurden. Alle diese Schulen wurden
beim großen Feuer von 1820 zerstört. Die Straße Odos Georgiou I und
der Pirrou- Platz sind die geschäftigsten Viertel der Stadt. Vom
Pirrou – Platz aus hat man einen schönen Blick auf das Rathaus und
den zentralen Platz mit dem Glockenturm. Am zentralen Platz
dominieren die Hauptquartiere der Armee, wo jeden Abend auf
zeremonieller Weise die Fahnen eingezogen werden. Hinter der
Hauptquartiere befinden sich das Museum und die Gärten, die sich
über den oberen Teil der Burg erstrecken, wo damals das christliche
Viertel von Litharitsa sich befand. Die Mauern der Burg wurden von
Ali Pascha abgerissen und das Material diente zum Bau seines
Palastes und zur Erweiterung der Mauer außerhalb der Stadt. Das
nördliche Teil der Burg ist restauriert worden und heute beherbergt
ein Cafe- Restaurant.
Das
Archäologische Museum der Stadt wurde 1970 geweiht und besteht aus
fünf Sälen, von denen die erste, die wichtigste Sammlung enthält.
Sie können dort Steinwerkzeuge sehen, die bei den Ausgrabungen der
Universität von Cambridge in Grotten aus dem Paläolithikum
(Asprochaliko und Kastritsa) entdeckt wurden. Die Sammlung enthält
auch protogeometrische Vasen aus der Region Agrinion, Funde aus den
Friedhöfen von Vitsa, die aus dem 9. Jh. datieren, sowie
geometrische und spätklassische Vasen und Keramikartikel von
Persephone aus Nekromanteion von Ephyra.
Nicht versäumen darf man aber einen Ausflug zur Dodoni, wo sich das
älteste Orakel Griechenlands befand. Man nimmt die Straße, die nach
Arta führt. Nach Xenia Hotel und den Artilleriebaracken, fährt man
durch Tabakfelder vorbei mit den Pindus- Bergen in der Ferne. Nach
acht km biegt die Straße rechts ab und nach vieler Kurven erreicht
man einen Punkt, wo man den herrlichen retrospektiven Blick des Sees
und des Pindos Gebirges genießen kann. Etwas weiter erreicht man die
eingeschlossene Ebene von Tsarkovitsa, am Fuß des Tomaros –Gebirges.
Der langgestreckte Bergrücken des Tomaros erreicht am nördlichen
Ende 1332 m und im Süden 1974 m (Berg Olitsikas).
Der See von Ioannina oder besser gesagt Limni Pamvotida, sammelt das
Wasser der Bergströmen des Mitsikeli Berges und mündet seine
Gewässer in Schlucklöcher aus. Der See ist 10-11 km lang, ca. 3 km
breit und 9-20 m tief. Man findet ebenfalls eine kleine bewohne
Insel im See mit einem sehr malerischen Hafen mit kleinen Booten und
zahlreichen Klöstern, inmitten üppiger Vegetation. Das Kloster von
Agios Ioannis Prodromos (Hl. Johannes der Baptist) liegt östlich der
kleinen Insel. Die ältesten Teile der Kirche sind das Katholikon und
die Vorhalle. Das Kloster wurde im 16 Jh. restauriert. In der Nähe
des Klosters von Agios Panteleimon ist Ali Pascha am 17. Januar 1822
ermordet worden. Die Spuren der Kugeln, die seine Ermordung
bezeugen, sind heute noch auf dem Boden sichtbar.
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