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HALKIDIKI]
Halkidiki

Seit einigen Jahren versucht der Staat mit der Einführung des
Programms der EU „LEADER“ den alternativen Tourismus in der Region
zu fördern. In Arnea sind die Traditionen, die traditionellen Häuser
und die kulturellen Veranstaltungen erhalten geblieben und
weiterentwickelt für diejenigen Besucher, die etwas anderes erleben
möchten. Der Tourismus in Chalkidiki sollte nicht am Meer beginnen
und dort auch enden. Die Einmaligkeit von Arnea, nämlich ihr
wunderschönes Klima, die handgewebten Textilien, das Honig und ihre
traditionellen Viertel ermöglichen die Weiterentwicklung des
alternativen Tourismus.
Chalkidiki ist ein perfekter Ausgangspunkt für Besichtigungen
in unmittelbarer Nähe oder Ausflüge in Nordgriechenland, im
allgemeinen. Jeder, der es darf, sollte sich nicht das Angebot, den
Athos Berg zu besuchen entgehen lassen. Während der üblichste Weg
durch Ouranoupolis führt, gibt es auch Boote, die von Ormos Panagias
auslaufen und entlang der Athos-Küste fahren. Damit können beide
Geschlechter ein wenig von der Magie der jahrhundertealten Klöster
erleben.
Ein
anderer, sehr beliebter Ausflugsort ist die antike Stadt Stagira,
Geburtsort des Aristoteles. Eine Statue des großen Philosophen liegt
auf der sehr schönen Parkanlage der modernen Stadt, 10 km
landeinwärts.
Das gleiche gilt auch für Olympiada: das einst idyllisches und
ruhiges Fischerdorf zieht heutzutage
viele Touristen wegen dessen kristallklaren Gewässern an. An den
Stränden des Dorfes ist die blaue Flagge zu sehen. Der frische
Fisch, der in dessen Tavernen serviert wird und die Familienhotels
machen es zu einem Ort, wo die Besucher sehr schnell Freunde
miteinander werden.
Das Gebiet Nea Roda am nordwestlichen Punkt zwischen dem Berg Athos
und der Haupthalbinsel von Chalkidiki ist von großer historischen
Bedeutung. Im Jahre 480 v.Chr. ließ der Perserkönig Xerxes an dessen
schmalsten Stelle ein Kanal anlegen, um die Umschiffung seiner
Flotte zu ermöglichen und zum zweiten Mal nach Griechenland
einzudringen. Bei seinem ersten Versuch wurden viele seiner Schiffe
wegen eines starken Gewitters gegen die Felsen gestoßen und
zerstört.
Auf der anderen Seite, in Sithonia ist die Küstenlinie voller
Kontraste. Es gibt malerische Fischerdörfer wie Pirgadikia und
Nikitas, idyllische Buchten in Vourvourou, alte Natursteinhäuser in
Agios Nikolaos und byzantinische Festungen in Toroni. Neos Marmaras
ist sehr lebendig, mit abwechslungsreichem Nachtleben und Porto
Carras sehr luxuriös und elegant und einer der führenden Urlaubsorte
Griechenlands. In Nikiti gibt es die frühchristliche Basiliken von
Agios Georgios und Elias.
Am südwestlichsten Punkt begegnet man den geschützten Hafen von
Porto Koufo (Koufo bedeutet taub). Der Ort wurde so benannt, weil
das Meer dort sehr ruhig ist.
Potidea,
mit deren mittelalterlichen Mauern, wurde 600 v.Chr. von Korinth
gegründet. In Nea Fokea gibt es eine byzantinische Festung. In der
Nähe von Kalithea befinden sich die Ruinen von Zeus Ammon, einer
ägyptischen Gottheit. Sie soll Alexander den Großen inspiriert haben
nach Ägypten zu ziehen.
In unmittelbarer Nähe befindet sich Kalandra, in deren Kirche von
Panagia wunderschöne Wandmalereien zu bewundern gibt. Man nimmt an,
dass sich dort die antike Mendi befand, eine im Jahre 750 v.Chr. von
Eretriern gegründete Kolonie. Die Tropfsteinhöhle von Petralona geht
noch weiter zurück. Dort wurde 1960 der Schädel eines Menschen aus
dem Paleolithikum entdeckt. Man schätzt, dass dieser Schädel
zwischen 250.000 und 700.000 Jahre alt ist, also ein Vorläufer des
Homo sapiens. Die phantasieanregenden Stalagmiten und Stalaktiten
der Höhle sind allein einen Besuch wert. Im benachbarten Museum kann
man auch die Überreste ausgestorbenen Tiere beobachten, die in der
Höhle ausgegraben worden sind, sowie verschiedene Darstellungen von
dem täglichen Leben der Höhlenmenschen, die die Höhle noch
faszinierender für Kinder machen.
Ein anderes Museum in Poligiros, zwischen Kassandra und
Thessaloniki, beinhaltet Funde aus verschiedenen archäologischen
Stätten von ganz Chalkidiki und aus Olynthos. Die letztgenannte
antike Stadt ist wegen ihrer Architektur einem Besuch wert. Sie war
eine der ersten Städte, die nach dem berühmten architektonischen
Städteplan des Hippodamos, eines Architekten der Antike, im 4.
Jahrhundert v. Chr. gebaut worden ist.
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