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Delphi

 

Geschichte

IMAGE:Der Sage nach, soll Zeus zwei Adler von den beiden Enden der Welt ausgesandt haben und diese Adler sollen sich im Mittelpunkt getroffen haben. Dort soll Zeus einen Heiligen Stein geworfen haben und damit den Nabel der Welt gekennzeichnet.

Die Grotte, aus der die Göttin Gaia (Mutter Erde) ihre Prophezeiungen aussprach, wurde von ihrem Sohn, dem Drachen Python, bewacht. Sie datiert aus dem 2. Millennium v. Chr. (Mykenische Periode). Sie lag auf dem Weg vom Korinthischen Golf nach Zentral- und Nordgriechenland, in einer Region namens Pytho. Als Gott Apollo ein Kind war, erschlug er den Drachen Python und gleichzeitig verließ er diesen Ort, um sich zu reinigen. Nach seiner Reinigung, kam er zurück und brachte das Heiligtum, das nun Pytho genannt wurde, an sich. Laut Wissenschaftlern erreichte die Verehrung des Gottes Apollo aus Delphi Mittelgriechenland über die Seeleute von Knossos, die dem Gott Apollo mit der Erscheinung eines Delphins verehrten.

Dieser Gott wurde als Apollo Pythias bekannt und die Region wurde seitdem Delphi genannt. Zunächst war das Orakel unter der strengen Herrschaft von Krisa( einer Stadt in Phokis). Es wurde 590 v. Chr. befreit und ab dieses Datum begann eigentlich die wahre Geschichte und das Ruhm von Delphi.

Viele heilige Kriege sind damals ausgebrochen für die Kontrolleübernahme von Delphi. Viele Stämme haben damals versucht, das Reichtum der Kultstätte in ihrem Besitz zu nehmen und die Unabhängigkeit der Priester zu verhindern. 191 v. Chr. wurden die Römer Herren von Delphi. Es war eine Periode voller Plünderungen. Es wurden aber auch gleichzeitig Anstrengungen unternommen, das Orakel wiederaufzuleben. Jedoch, nichts konnte mehr den Niedergang von Delphi verhindern und allmählich hörte die Kultstätte auf „der Nabel der Welt“ zu sein.

IMAGE:Die ersten Ausgrabungen begannen im Jahr 1838 und wurden 1935 beendet. Der Apollotempel mit den Schatzhäusern (Gebäude, in denen die Poleis (Städte) ihre prächtigen Weihegaben und religiösen Objekte abgestellt hatten) und die Peribolos (umzäunte Funde) liegen auf der südlichen Flanke des Parnass auf der rechten Seite, von Arachova kommend. Das Zentrum der Kultstätte ist vom dorischen Apollotempel dominiert. Es führt eine Heilige Straße dorthin, die auf beiden Seiten voll mit Schätzen, Monumenten und Weihgaben ist. Nordwestlich des Tempels liegt das Theater, das Platz für 5000 Zuschauer bot und die Delphischen Feste beherbergte. Das zentrale Thema dieser Spiele war die Darstellung des Sieges von Apollo über den Drachen Python. Weiter westlich und oberhalb des Theaters befindet sich das Stadion, wo die Pythia (Spiele) alle vier Jahre stattfanden.

Jenseits der Ausgrabungen entspringt die Kastalische Quelle, in der sich Pythia gewaschen hat, bevor sie ihre Weissagungen aussprach. Auf der linken Seite, unterhalb der Quelle befindet sich der Tempel von Athene. Funde führten zu dem Entschluss, dass der Tempel in der Mykenischer Periode einer weiblichen Gottheit gewidmet war. Unmittelbar daneben steht der Tholos (Rundbau), eines der bemerkenswertesten Bauten der Antike. Man weiß noch nicht, welchen Zweck er damals hatte.
 

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