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Delos

 

HISTORY

Heutzutage wird die Insel nicht bewohnt. Sie stellt eine riesige archäologische Ausgrabungsstätte dar, deren hervorragende Denkmäler jährlich Tausende von Touristen anziehen. Nach dem 9. Jht v.Chr und für die nächsten Tausend Jahre war die Insel ein politisches und religiöses Zentrum am Mittelmeer.

Die ersten Spuren von Besiedlung sind ungefähr im dritten Jahrtausend v.Chr festzustellen. Ihren Höhepunkt ereichte die Insel zur zweiten Hälfte des zweiten Jahrtausends v.Chr, während der Epoche der Mykänen.

In den tieferen Gebieten der westlichen Berghänge des Kynthos, östlich der Hauptkirche des Apollon, wurden Kirchen gebaut, die fremden Göttern gewidmet waren. Diese Verehrung der Götter hatten die kosmopolitischen Bewohner der Hellenistischen Zeit mit sich gebracht.

Die Teile der antiken Kirchen die bis heute erhalten sind, sind die niedrigsten Bauten und nur die Kirche der Isis wurde teilweise restauriert. Der Mythologie zufolge hatte der Frauenheld Zeus dieses Mal Lito gejagt, die sich schließlich im Glauben ihm auf diese Weise entkommen zu können in eine Wachtel verwandelt hatte. Zeus tat darauf hin dasselbe und fing sie. Hera, Zeus Ehefrau, war so wütend auf ihren Gatten, dass sie sich schwor Lito niemals einen Platz finden zu lassen, an dem diese ihr Kind gebären könne. Obwohl Hera Lito verfolgte, gelang es letzterer auf einer felsigen Insel Unterschlupf zu finden. Diese hatte Poseidon mit Granitpfosten am Meeresgrund verankert. An diesem Ort, unter der einzigen Palme, die es auf der ganzen Insel gab, gebahr Lito ihre Zwillinge Apollon und Artemis. Apollon symbolisierte hauptsächlich die Schönheit und wurde zum Gott der Wahrheit, des Feuers, der Musik, der Voraussehung, der Medizin, der Schützen, Beschützer der Herden und Schwärme. Artemis hingegen war die Göttin der Jagt und der Unschuld.

Gegen Ende des dritten Jahrtausends v.Chr. gründeten die Bewohner der Insel eine Siedlung am Hügel des Kynthus und im zweiten Jahrtausend v.Chr. folgte eine zweite Siedlung in der Gegend der später Heiligen Stätte. Seit dem 7. Jht v.Chr befand sich Delos unter dem Einfluss der Insel Naxos, die den Ausbau des Heiligen vorantrieb.

Delos wurde zusammen mit Delphi zur wichtigsten Heiligen Stätte der antiken Welt. Delos wurde das Hauptquartier der Inseln des Mittelmeers. Alle Schätze, die die Stadtstaaten dieses Verbündnisses gewannen, wurden im heiligen Apollontempel verwahrt. Athene jedoch, als Mitglied des Staatenbündnisses, war entschlossen die kleine Insel daran zu hindern zu einer starken Seemacht zu werden. Dies war auch der Grund, weshalb die Athener 454 v.Chr die Schätze der Allianz in die Akropolis verlegten.

Im 6. Jht v.Chr. ließ Athen verlauten, dass die Insel gesäubert werden müsse. Somit wurde es für jeden Sterblichen verboten auf Delos geboren zu werden oder dort zu sterben. Während der zweiten Säuberung der Insel durch die Athener, beschloss der Athener Peissistratos alle Gräber auf die Nachbarinsel Rinea zu verlegen. Die Athener waren davon überzeugt, dass ihnen die Insel aufgrund ihrer srategischen Position im Mittelmeer erlauben würde dieses zu kontrollieren. Somit brachten sie die Insel im 5. Jht unter ihre Gewalt.

Die Bewohner der Insel baten Sparta um Hilfe. 422 v.Chr. wiesen die Athener alle Inselbewohner aus und ermordeten deren Anführer. Sparta jedoch gewann die Peloponesischen Kriege und zwang somit die Athener die Bewohner der Insel zurückkehren zu lassen. 314 v.Chr. wurde Delos unabhängig von Athen und es folgte eine Glanzperiode für die Insel. Die Insel erreichte den Zenit ihres Ruhms während der hellenistischen Jahre und wurde zu einem der drei wichtigsten Religionszentren sowie auch Handelszentrum. Der Handel breitete sich über das gesamte Mittelmeer aus und Delos wurde nun von reichen Händlern, Bankiers und Seemännern besiedelt, deren Herkunft oftmals sogar Syrien oder Ägypten war. Diese Bewohner errichteten Tempel, die sie Gottheiten widmeten, die sie in ihren Herkunftsländern anbeteten. Trotz allem jedoch blieb Apollon die wichtigste Gottheit, die auf der Insel angebetet wurde.

166 v.Chr. ernannten die Römer die Insel Delos zum freien Hafen und begünstigten somit den Fortschritt im Handel. Unteranderem zeichnete sich die Insel auch für den größten Sklavenhandel der Antike aus. 88 v.Chr. zerstörte Mithridatis sie mit der Hilfe der Römer und tötete über 10.000 Bewohner der Insel. Ab diesem Zeitpunkt versuchte Delos ihren verlorenen Glanz wieder zu finden, ohne dies jedoch jemals zu vollbringen. Sie wurde hingegen zur Zielscheibe für Piraten und Kunstschatzjäger. Diese Entwicklung beunruhigte die verschiedenen Besucher der Heiligen Stätten. Auf Grund dessen hörte auch der Handel auf. Verschiedene Baukonstrukteure aus Syros, Tinos und Mykonos schändeten die Marmorsäulen der Tempel und Gebäude, die Venezianer brachten Statuen und andere Kunstwerke nach Rom und Venedig und die Insel blieb schließlich unbewohnt.


 

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