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Ägina
Ägina
ist von Piräus nur 16 Seemeilen entfernt und die Fahrt mit dem
Schiff oder der Fähre, die den ganzen Tag verkehren, dauert eine
Stunde. Die Tragflügelboote, die „Flying Dolphins“, sind schneller
und brauchen nur halb so lange Zeit. Die Insel ist die zweitgrößte
des Saronischen Golfes und eine der schönsten. Ägina hat sich in den
letzten Jahren zum beliebten Ferienort all jener entwickelt, die
ihre natürliche Schönheit und die kurze Entfernung von Athen zu
schätzen wissen. Sie ist auch ein beliebter Zwischenstop oder
Endstation für Kreuzschiffe.
Die Insel ist hügelig
mit vereinzelten Kuppen vulkanischen Ursprungs, besitzt aber auch
bewaldete Gebiete entlang der Küste. Die höchste Erhebung ist mit
532 Meter der im Süden der Insel Berg Oros.
Vom Hafen der Stadt
Ägina kann man mit dem Linienbus die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
der Insel bequem erreichen. Der Aphaia-Tempel liegt nur 20 Minuten
vom Hafen entfernt. Es ist die Hauptsehenswürdigkeit der Insel. Man
sagt er sei besser erhalten als der Parthenon in Athen. Der Apollo
Tempel mit dessen einzigen Säule liegt nördlich der Stadt.
Die etwa 11.000
Einwohner der Insel leben von der Landwirtschaft, besonders vom
Anbau und Export vorzüglicher Pistazien. Von wirtschaftlicher
Bedeutung sind ferner der Fischfang, die Schwammfischerei, die
Keramikerzeugung und der Tourismus.
Auf Ägina gibt es
viele Klöster, das bekannteste aber ist das Nonnenkloster des Hl.
Nektarios, des Schutzheiligen der Insel. Im Kloster befindet sich
die Zelle des Heiligen und in einem Nebenzimmer werden seine wenigen
persönlichen Gegenstände aufbewahrt. Im Kloster befinden sich auch
die Überreste des Heiligen. Das Kloster liegt in kurzer Entfernung
vom Hafen und kann sehr bequem mit dem Bus oder Taxi erreicht
werden.
Auf der Straße nach
Marathonas liegt das Marienkloster Chrissoleontissa. Auf Ägina gibt
es viele malerische Fischerdörfchen wie Perdika und Souvala, die
über zahlreiche Fischtavernen verfügen. Agia Marina, die Bucht
unterhalb von dem Aphaia-Tempel, bietet einen langen wunderschönen
Sandstrand mit endlosen Wassersportmöglichkeiten und interessantem
Nachtleben.
In
Ägina-Stadt, dem Haupthafen der Insel, leben heutzutage rund 6.333
Einwohner. Die Taxistation und der Busbahnhof befinden sich nördlich
der Stadt. Außer den zahlreichen neoklassischen Herrenhäusern gibt
es noch die venezianische Burg Pyrgos Markellou, in der Nähe der
wunderschönen Kathedrale Agios Nikolaos. Etwas nördlich liegt das
Archäologische Museum von Ägina, das vor kurzem nach einer
kompletten Renovierung, seine Tore wieder geöffnet hat. Die Sammlung
enthält einige Keramikartikel aus der Bronze Zeit und dem
Neolithikum, sowie einige Skulpturen (Sphinx). Das Museum liegt am
Eingang der archäologischen Stätte.
Auf
der anderen Seite des Hügels, östlich vom Kloster Agios Nektarios,
liegen die Ruinen einer mittelalterlichen Stadt, der Paläochora. Sie
ist seit 1826 verlassen worden. Paläochora war seit dem 9. Jh.
n.Chr. die Hauptstadt der Insel. Die Stadt wurde durch Barbarossa
1537 vollständig zerstört. Nach ihrem Wiederaufbau wurde sie erneut
zerstört, aber diesmal von den Venezianern im Jahre 1654. Die Ruinen
einer mittelalterlichen Burg sind auf dem Gipfel eines Hügels zu
sehen. Um die Stadt besuchen zu können, muss man zuerst um
Genehmigung bitten.
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